Katzenfutter im Test: Welche Marken wirklich überzeugen
Wir haben günstiges, mittelpreisiges und Premium-Katzenfutter verglichen. Worauf es bei Fleischanteil und Inhaltsstoffen ankommt - plus klare Empfehlungen.
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MjAMjAM Mixpaket III Katzenfutter
Katzen mit hohem Anspruch an FleischqualitätMit rund 72 Prozent Fleischanteil das fleischreichste Futter im Vergleich. Die Zusammensetzung wird prozentual aufgeschlüsselt, was die Auswahl angenehm transparent macht.
- Höchster Fleischanteil im Test
- Sehr transparente Deklaration
- Vier abwechslungsreiche Sorten
- Aufdruck auf der Dose teils klein gedruckt
- Mixpaket etwas teurer pro Dose
YARRAH Bio-Katzenfutter
Katzenhalter mit Fokus auf Bio und NachhaltigkeitDas einzige Bio-Futter im Vergleich. Zutaten von regionalen Höfen, dazu Taurin und ein hoher Feuchtigkeitsgehalt von über 80 Prozent.
- Bio-zertifizierte Zutaten
- Hoher Feuchtigkeitsanteil
- Detaillierte Infos auf der Website
- Verpackung etwas hakelig zu öffnen
- Angaben teils nur auf Französisch/Niederländisch
Strayz Katzenfutter
Premium-Liebhaber und sensible KatzenMit etwa 95 Prozent Fleischanteil (überwiegend Huhn) ganz oben im Premium-Segment. Hoher Taurin-Gehalt und solide Rohprotein-Werte.
- Sehr hoher Fleischanteil
- Nachhaltige Herkunft
- Gute Akzeptanz bei Katzen
- Vergleichsweise teuer
MAC's Katzenfutter
Den günstigen Alltag ohne QualitätsverzichtRund 70 Prozent Fleischanteil, getreidefrei und ohne Zucker - bei etwa 1,89 Euro pro 400-g-Dose. Stark deklariert und ein Top-Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Transparente Deklaration
- 1.500 mg Taurin pro Dose
- Konsistenz schwankt je nach Sorte
Animonda Vom Feinsten Adult
Wählerische Feinschmecker-Katzen65 Prozent Fleisch, getreide- und zuckerfrei, pastetenartige Konsistenz. Bei der Stiftung Warentest mit der Note 1,6 ausgezeichnet.
- Getreide- und zuckerfrei
- Pastetenartig, leicht zu portionieren
- Sehr gute Akzeptanz
- Einige Angaben klein gedruckt
Wenn du im Zooladen oder online vor dem Regal stehst, ist die Auswahl einfach erschlagend. Hunderte Dosen, jede mit “Premium” und “artgerecht” beklebt. Wir haben für dich günstige, mittelpreisige und teure Marken durchgekaut (im übertragenen Sinne, unsere Stubentiger haben den echten Geschmackstest übernommen) und schauen, was am Ende wirklich in der Dose steckt.
Die kurze Antwort vorweg: Teuer ist nicht automatisch gut, und Discounter ist nicht automatisch schlecht. Worauf es ankommt, klären wir gleich. Falls du erst noch die Basics brauchst, lies dich vorher durch Gesundes Katzenfutter: Worauf du beim Kauf achten solltest.
Worauf kommt es bei gutem Katzenfutter an?
Bevor wir zu den einzelnen Marken kommen, hier die Kriterien, an denen du jedes Futter messen kannst. Halte dich daran, und du brauchst keine Werbeversprechen mehr.
- Hoher Fleischanteil: Mindestens 70 Prozent sollten es sein. Fleisch ist die natürliche Hauptnahrung deiner Katze, alles andere ist Beiwerk.
- Klare Proteinquelle: Auf der Dose sollte stehen, welches Tier drin ist. “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” ohne weitere Angabe ist ein Warnsignal.
- Wenig Kohlenhydrate: Katzen verwerten Kohlenhydrate nur schwer. Ein hoher Getreideanteil ist Füllstoff, kein Nährwert.
- Kein Zucker, keine Milchprodukte: Beides hat in der Schüssel nichts zu suchen und kann auf Dauer krank machen.
- Keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe: Je natürlicher die Zutatenliste, desto besser.
- Transparente Deklaration: Steht der exakte Fleischanteil prozentual auf der Verpackung? Dann macht der Hersteller seine Hausaufgaben.
Ein kleiner Praxis-Tipp aus dem Alltag mit eigenen Katzen: Dreh die Dose um und lies das Kleingedruckte, bevor du dich von der Vorderseite blenden lässt. Die schönsten Bilder retten keine schlechte Zutatenliste. Wer noch tiefer einsteigen will, findet in unserem Guide Hochwertiges Katzenfutter erkennen die ganze Checkliste.
Lohnt sich günstiges Katzenfutter überhaupt?
Kurz gesagt: ja, wenn die Werte stimmen. Wir haben uns zwei beliebte Einsteiger-Marken angeschaut, und besonders eine davon hat uns positiv überrascht.
| Marke | Fleischanteil | Taurin | Preis pro 400 g | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| MAC’s | 70 % | 1.500 mg | 1,89 € | Getreidefrei, sehr transparent |
| Leonardo | 65 % | 1.000 mg | 2,39 € | Ohne Zucker, Deklaration weniger detailliert |
MAC’s ist hier der heimliche Gewinner. Für unter zwei Euro pro Dose bekommst du 70 Prozent Fleischanteil, kein Getreide, keinen Zucker und eine richtig saubere Zutatenliste. Unsere Testkater haben es zuverlässig leergefuttert. Leonardo ist solide, verrät aber weniger über die genauen Fleischarten und war beim Test etwas matschiger in der Konsistenz.
Welches mittelpreisige Futter überzeugt?
Im mittleren Preissegment liegt für viele Katzenhaushalte der Sweet Spot: ordentliche Qualität, ohne dass das Konto leidet. Drei Marken haben wir genauer angeschaut.
- MjAMjAM kommt mit rund 72 Prozent auf den höchsten Fleischanteil des gesamten Vergleichs. Die Zusammensetzung wird prozentual aufgeschlüsselt, vorbildlich transparent.
- TastyCat liefert im Schnitt 70 Prozent Fleisch und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
- GranataPet liegt ebenfalls über 70 Prozent, ohne Zucker und ohne Getreide.
Unser Favorit in dieser Klasse ist klar MjAMjAM. Sorten wie “Rind an gedämpftem Kürbis” oder “Hühnchen an Brokkoli” klingen fast wie aus der Speisekarte, und die Katzen sehen das offensichtlich genauso. Der einzige Wermutstropfen: Der Aufdruck auf der Dose ist stellenweise winzig.
Was bringt teures Premium-Futter wirklich?
Hier wird es interessant. Premium-Marken setzen auf sehr hohe Fleischanteile, oft in Bio-Qualität, und verzichten konsequent auf Zusätze. Die Frage ist, ob sich der Aufpreis lohnt.
| Marke | Fleischanteil | Herkunft / Profil | Stärke |
|---|---|---|---|
| Strayz | 95 % | Überwiegend Huhn, nachhaltig | Sehr hoher Taurin-Gehalt |
| Catz Finefood | 70 % | Viele Sorten (Huhn, Fasan) | Große Geschmacksauswahl |
| Pets Deli | 70 % | Huhn, ohne Zucker/Getreide | Gute Verträglichkeit |
| Defu | 96 % | Bio, monoprotein-tauglich | Ideal für Allergiker |
Strayz und Defu ragen mit über 95 Prozent Fleischanteil heraus. Defu ist außerdem stark, wenn deine Katze empfindlich reagiert, weil sich Monoprotein-Varianten gut für Allergiker eignen. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag über BARF für Katzen, falls dich die Rohfütterung als Alternative reizt. Catz Finefood und Pets Deli sind ebenfalls hochwertig, haben aber einen leicht erhöhten Rohasche-Wert.
Lohnt sich das? Wenn dein Budget es hergibt und deine Katze sensibel ist: definitiv. Für gesunde Katzen ohne Beschwerden reicht aber oft schon ein gutes mittelpreisiges Futter wie MjAMjAM völlig aus.
Trockenfutter oder Nassfutter - was solltest du wählen?
Eine Dauerfrage in jedem Katzenhaushalt. Beide Futterarten haben ihre Berechtigung, der wichtigste Unterschied ist der Wassergehalt.
Nassfutter enthält etwa 75 bis 84 Prozent Feuchtigkeit, Trockenfutter nur 10 bis 14 Prozent. Da viele Katzen von Natur aus wenig trinken, ist Nassfutter ein echter Pluspunkt für die Nieren und die Harnwege. Trockenfutter punktet dagegen mit längerer Haltbarkeit, geringerem Preis und weniger Verpackungsmüll, neigt aber zu mehr Kohlenhydraten.
Unser Rat aus der Praxis: eine Kombination. Nassfutter als Hauptmahlzeit für die Flüssigkeit, etwas Trockenfutter zur Beschäftigung oder für unterwegs. Die ganze Abwägung haben wir in Trockenfutter oder Nassfutter: Was ist besser? ausführlich aufgedröselt.
Was sagt die Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest hat zuletzt sowohl Nass- als auch Trockenfutter unter die Lupe genommen. Die Bewertung setzt sich grob so zusammen:
- Ernährungsphysiologische Qualität: 60 Prozent
- Fütterungsempfehlungen: 15 Prozent
- Schadstoffe (etwa Blei, Arsen): 10 Prozent
- Deklaration und Werbeaussagen: 10 Prozent
- Nutzerfreundlichkeit der Verpackung: 5 Prozent
Die wohl wichtigste Erkenntnis: Beim Nassfutter landeten mehrere günstige Eigenmarken von Discountern und Supermärkten ganz vorne. Teuer ist eben nicht gleich gut. Beim Trockenfutter überzeugten ebenfalls preiswerte Alternativen neben den Testsiegern. Nimm solche Tests als Orientierung, aber entscheide am Ende immer nach den Bedürfnissen deiner eigenen Katze.
Welches Futter passt zu Allergikerkatzen?
Reagiert deine Katze mit Juckreiz, Durchfall oder kahlen Stellen, steckt oft eine Futtermittelunverträglichkeit dahinter. Dann gilt es, typische Auslöser zu meiden:
- Getreide wie Weizen und Mais
- Milchprodukte
- Künstliche Farb- und Aromastoffe
Setze stattdessen auf Monoprotein-Futter mit einer einzigen, klar deklarierten Fleischquelle. Marken wie Defu, MAC’s und Miamor haben sich hier bewährt. Wichtig: Jede Katze reagiert anders. Im Zweifel hilft eine Ausschlussdiät in Absprache mit dem Tierarzt, den Übeltäter zu finden.
Fazit: Was solltest du kaufen?
Am Ende läuft alles auf zwei Dinge hinaus, den Fleischanteil und eine ehrliche Zutatenliste. Wer darauf achtet, macht selten etwas falsch.
- Bestes Gesamtpaket: MjAMjAM mit dem höchsten Fleischanteil im Test.
- Bestes Bio: YARRAH mit zertifizierten Zutaten und viel Feuchtigkeit.
- Bester Preistipp: MAC’s, das für unter zwei Euro Premium-Werte liefert.
- Bestes Premium: Strayz und Defu für anspruchsvolle oder sensible Katzen.
Lass dich nicht von der Vorderseite der Verpackung blenden, sondern dreh die Dose um. Deine Katze dankt es dir mit glänzendem Fell und guter Laune.
Im Video
Häufige Fragen
Welches Katzenfutter ist das beste für meine Katze?
Das hängt von ihren Bedürfnissen ab. Achte auf einen hohen Fleischanteil und eine klare Zutatenliste. Bei Allergien lohnt sich Monoprotein-Futter.
Wie wichtig ist der Fleischanteil im Katzenfutter?
Sehr wichtig. Katzen sind reine Fleischfresser. Ein Anteil von mindestens 70 Prozent ist ein gutes Qualitätssignal.
Sind Getreide und Zucker im Futter wirklich schlecht?
Zucker hat in Katzenfutter nichts verloren. Getreide ist nicht per se schädlich und kann Ballaststoffe liefern, sollte aber nicht die Hauptzutat sein.
Trockenfutter oder Nassfutter - was ist besser?
Nassfutter punktet mit hohem Wassergehalt und Fleischanteil. Trockenfutter ist günstiger und länger haltbar. Eine Kombination nutzt die Vorteile von beidem.
Wie finde ich Futter für Allergikerkatzen?
Setze auf Monoprotein-Sorten ohne Getreide, Milch und künstliche Zusätze. Marken wie Defu, MAC's oder Miamor sind hier eine gute Anlaufstelle.